grex is lost!

the story so far.

Posted on | Februar 25, 2010 | No Comments

San Francisco also. Irgendwie hat diese Stadt eine ziemliche Macke, ich kann aber nicht beschreiben wieso.
Oder anders. Wenn es nach New York zurück geht, bin ich jetzt geneigt zu sagen, in das piefige, brave New York.
So ein Comedian aus Deutschland hatte mal den “Diese Stadt züchtet Psychopathen für den Rest der Welt.” Spruch für New York gebracht, aber irgendwie passt das viel mehr auf San Francisco. Dazu passt vor allem mein Vormittagserlebnis, bei dem sich die angebotene Chocolate Milk, als Leitungswasser, Milchpulver und Schokoladensirup entpuppte. Als wär das noch nicht alles, war der Becher ein Mal(wasser)becher zum Zeichnen. Irgendwie wars ja auch nett, aber irgendwie auch strange.  Und diese ganzen Geeks, Freaks und wie sie alle genannt werden mögen, trifft man hier dauernd.

Das ganze wird ja um so spannender wenn man bedenkt, dass Ken Kesey (Einer flog übers Kuckucksnest) in San Francisco gewohnt hat, in einer Art Kommune, mit LSD-Happenings. Und Keseys Kritik der Psychatrie als Einrichtung an sich und der damals populären (unglaublichen) Lobotomie war zumindest in den 60ern allgegenwärtig.
Ich befürchte zwar, dass ich damit viel zu viel in die ganzen “Bekanntschaften” interpretiere, die man hier machen kann und automatisch macht. Aber man, also ich, kann sich diesem Eindruck überhaupt nicht erwehren. Kryptisch? Find’ ich auch.

Ansonsten – “How are you, sir?” kann ich zwar im Supermarkt echt nicht mehr hören, was aber wohl in den ganzen USA so ist, dafür fiel mir etwas nettes auf, als ich durch die Straßen bei Twin Peaks lief auf. Sobald man (absichtlich oder nicht) Augenkontakt mit anderen Passanten hat, wird einem zugenickt oder es gibt ein “Hi.” etc. Gut, ich weiss dass es eben gerade im Dienstleistungsgewerbe einfach eingeimpft wird und keinerlei besondere Höflichkeit bedeutet, aber auf der Straße finde ich es (angenehm) bemerkenswert. Geht in Deutschlan nur, wenn sich Hundehalter(in) mit Hundehalter(in) trifft.

Gestern Abend begann auch ein Mensch in der Tram mit dem Fahrer einfach ein Gespräch. Vom Inhalt ausgehend, kannten sie sich aber nicht und es war viel Smalltalk, am Ende ging es aber dann noch um das amerikanische Gefängnissystem. Alcatraz lässt grüßen.

Was auch wieder interessant ist: Die Fahrer der Busse, Metro, Tram und Cable Car sitzen prinzipiell “offen”, also nicht in einem Kabuff.

However, die Stadt hinterlässt eine Menge Eindrücke, auf die ich noch etwas hilflos (Schwein ins Uhrwerk) glotze. Wenn ich aber nen Tipp abgeben müsste, glaube ich, ich finde die Stadt einfach mal großartig ;)

P2255524

Comments

Leave a Reply